Projektüberblick

Rehabilitationszentrum Bad Häring
Gesundheitseinrichtung

Auf einer Anhöhe inmitten der Tiroler Berge liegt – in der Nähe zu Kufstein – das Rehabilitationszentrum der AUVA Bad Häring. Die Patientinnen/Patienten kommen üblicher Weise direkt aus dem Akutkrankenhaus oder der häuslichen Betreuung, es werden Personen nach Querschnittlähmung, Amputation aber auch Polytrauma oder Verbrennungen behandelt.
Man orientiert sich an internationalen, wissenschaftlichen Erkenntnissen, fachspezifische Zusatzqualifikationen der Beschäftigten sichern dabei die optimale Behandlung. Für diese auch interne Weiterbildung gibt es seit etwa 10 Jahren den „Großen Vortragssaal“, in welchem aber nicht nur Mitarbeiter ein entsprechendes Angebot vorfinden, auch für Patientinnen und Patienten gibt es Vortragsreihen zu ihren Verletzungen. Zusätzlich wird der Raum auch gerne für artverwandte Schulungen und Vortragsreihen mit externen Vortragenden verwendet, schlußendlich können bei einem entsprechenden Fernsehprogramm auch hausintern Menschen auf einer 7 m breiten 16:9 Leinwand Ereignisse genießen.

Kunde:
Rehabilitationszentrum Bad Häring
Branche:
Gesundheitseinrichtung
Produkte:
Healthcare Lösungen
Web:
rzhaering.at

Herausforderung

Es wurde daher ein breites Spektrum an technischen Anforderungen an den Vortragssaal gestellt.

Jeder, der den Saal betritt, soll dieselben Möglichkeiten haben. Dafür wurden zunächst 2 Wandtouchpanels in unterschiedlichen Höhen zur Bedienung montiert.

Jeder soll einfach und rasch einen Vortrag halten können. Dafür wurde „OPLESS by Aha!“ installiert (Operation Less). Einfacher und rascher ist es wohl kaum möglich einen Vortrag zu starten und abzuhalten.

Neuralgische Punkte im Saal sollen direkte Ansteckmöglichkeiten für alle aktuell gängigen Signale in den Bodendosen aufweisen. Dafür wurden an diesen Positionen zumindest fixe Streaming-Encoder mit HDMI/DP++ bzw. VGA+Audio – Signale installiert. Jede Bodendose hat eine eindeutig zugeordnete Nummer und ist daher für Jedermann einfach auffind- und in weiterer Folge anwählbar.

Andere Bodendosenpositionen sollen flexibel nutzbare Tische mit technisch fix ausgerüsteten Tischeinbauten zum Anschluß von ebenso gängigen Signalen aufweisen. In solchen Tischen wurden Tischeinbautanks mit Kabel-Retraktoren, Steckdosen und USB-Ladeeinrichtungen installiert. Über einen konfektionierten Kabelbaum können in den Bodendosen diese Verbindungen hergestellt werden. Und da alle Bodendosenverbindungen für den A/V-Bereich im Raum gepatched sind, ist es völlig gleichgültig, wo man die Verbindung ansteckt.

Vorträge im Saal sollen auch über eine Kamera aufgenommen und über ein Streaming-System als Multicast-Strom im hauseigenen IPTV zur Verfügung gestellt werden können. Wird es, zusätzlich können solche Vorträge auch aufgezeichnet, um später bei Bedarf über einen geschützten Zugang von befugten Personen immer wieder angesehen zu werden.
(Sport-)Ereignisse sollen gemeinsam genossen werden können. Dafür steht auf dem Bedientouchpanel ein eigener Rider „TV“ zur Verfügung, hier können Quelle und Lautstärke ganz einfach gewählt und verändert werden.

Lösung

Als dieser Saal vor 10 Jahren gebaut wurde, benötigte man für die Realisierung 2 Stück 19 Zoll Schränke mit 42 Höheneinheiten. Nun wurden aus den 2 Schränken einer und der Energiebedarf sank um 60% (obwohl man damals schon im „Standbybetrieb“ alle nicht benötigten Quellen abgeschaltet hatte). Die Anbindung an die elektrischen Vorhänge, die Bühnenscheinwerfer und das KNX Bussystem blieben genauso erhalten wie die Tonanlage mit den Sub-Bässen, erneuert wurden hier nur die Endstufen und die Funkanlage. Der rein analoge Audio-Signalprozessor wurde ersetzt durch einen mit DANTE-Konnektivität, dadurch ist der Anschluss eines DANTE-Mischpultes mit vollem Routing allein durch die Anwahl auf dem Touchpanel ebenso möglich, wie der Anschluss von Mikrofone für z.B. Podiumsdiskussionen. Da der A/V-Strom und DANTE (bzw. das aus- oder eingekoppelte Audio über AES/67) auf demselben Switch zur Verfügung stehen, gibt es auch keine Möglichkeit, sich bei einem Anschluss „zu verstecken“, die Betriebssicherheit an sich hatte daher vom Beginn der Konzeptionierung an den höchsten Stellenwert. Da der „Administrator“ des Systems von jedem seiner eingerichteten Positionen aus die Möglichkeit des internen und externen Zugriffes auf die Bedientouchpanel und den h.264 Strom der Kamera hat, ist eine „Fernhilfe“ darüber hinaus zusätzlich vorgesehen und möglich (oder es kann als Überwachung dienen 😊)!

Dank

Speziell noch an dieser Stelle hervorzuheben ist es, dass nach einem kompletten Spannungsausfall das gesamte System 4,25 Minuten nach Spannungswiederkehr einen vollständigen Funktionsumfang erhält. Dies wurde mehrfach getestet, da es auch ein Teil vom Bedienungskonzept „OPLESS by Aha! ist.

Unser Dank gilt dem IT-Verantwortlichen und Koordinator des RZ Bad Häring – Hr. Walter Hartl